Erkrankung des Bewegungsapparates

Orthopädie

Orthopädische Krankheitsbilder betreffen den Bewegungsapparat und alles, was damit zusammenhängt: Knochen, Gelenke, Sehnen, Bänder, Muskeln, Schleimbeutel, Nerven und Gefäße.

Durch die steigende Lebenserwartung führen inzwischen Erkrankungen des Bewegungsapparates die Liste der ambulanten und stationären Rehabilitationsmaßnahmen an.

80 Prozent der Rückenschmerzen entstehen in der Muskulatur. Rückenschmerzen sind gewissermaßen ein Warnruf der Muskeln. Sie wollen bewegt werden, um den Schmerzkreislauf zu unterbrechen. Entspannung einerseits und zusätzlich Kräftigung der Muskulatur durch Physio- und Bewegungstherapie andererseits sind Ziele der Therapie.

Ziel unseres orthopädischen Rehabilitationskonzeptes ist es, bei unseren Patienten

  • Schmerzlinderung zu erreichen
  • Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer zu verbessern
  • zu nachhaltiger körperlicher Aktivität zu motivieren
  • Krankheitsverarbeitung und Krankheitsverständnis zu verbessern
  • verloren gegangene Fähigkeiten im beruflichen und sozialen Umfeld wiederzuerlangen

Die nachfolgend genannten Diagnosen sind Beispiele der häufigsten Krankheitsbilder des Bewegungsapparates. Bei differenzierteren Diagnosen sollten Sie mit uns Kontakt aufnehmen.

  • Behandlung von Unfallfolgen des muskuloskelettalen Systems
  • Fibromyalgie
  • degenerativ bedingte schmerkhafte Erkrankungen des muskuloskelettalen Systems, z.B.
    • Arthrosen der großen Gelenke (z.B. Schulter-, Hüft- oder Kniegelenke) und kleinen Gelenke
      (z.B. Fingergelenke)
    • Osteoporose
    • Osteochondrose (Verschleiß) der Wirbelsäule

  • chronisches Schmerzsyndrom des Haltungs- und Bewegungsapparates, z.B. bei
    • Skoliose (seitliche Krümmung der Wirbelsäule)
    • Bandscheibenschäden
    • Spannungskopfschmerz
    • Tennis- oder Golferarm (Epicondylitis humeri radialis oder ulnaris)

  • entzündlich-rheumatische Erkrankungen, z.B.
    • rheumatoide Arthritis, chronische Polyarthritis
    • Morbus Bechterew
    • Psoriasisarthritis
    • Polymyalgie rheumatica
    • reaktive Arthritis
    • chronische Arthritis urica

  • fehlende Rehabilitationsfähigkeit
  • Unfähigkeit zur Selbstversorgung
  • neu aufgetretene motorische Ausfälle
  • akutes Bandscheibensyndrom mit neurologischen Ausfällen
  • rheumatische Erkrankungen im akuten entzündlichen Schub, besonders im Herbst und Winter
  • dekompensierte Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • schwere pulmonale Erkrankungen
  • Erkrankungen, die eine regelmäßige intravenöse Therapie bzw. Transfusion und Überwachung erfordern
  • bei adipösen Patienten Maximalgewicht 150 kg (technisch bedingt)
  • akute Suizidgefahr bzw. akute Selbst- und/oder Fremdgefährdung
  • siehe auch unter allgemeine Kontraindikationen

  • ausführliches Erfragen der Krankengeschichte (Anamnese), Erfassung von Begleit- und Folgeerkrankungen
  • allgemeine Ganzkörperuntersuchung
  • Beurteilung des Schmerzes nach visueller Analogskala von 0 – 10 zu Beginn und am Ende des Reha-Aufenthaltes
  • WHO-5 Fragebogen zur Lebensqualität zu Beginn und am Ende des Reha-Aufenthaltes

In Abhängigkeit von mitgebrachten/eingereichten Befunden und deren Aktualität:
  • Labordiagnostik
  • EKG, ggf. Belastungs-EKG
Auf Basis der daraus gewonnenen Erkenntnisse vereinbaren Sie mit Ihrem Arzt Ihr individuelles gesundheitliches Ziel für Ihren Reha-Aufenthalt.

 
Sport- und Bewegungstherapie

  • Medizinische Trainingstherapie (Kraft- und Ausdauertraining)
  • Ergometertraining
  • Walking oder Nordic Walking
  • aktive Rückenschule
  • Chi Ball (für Frauen)
  • Zirkeltraining
  • Deepwork
  • Crossletics
  • Pilates oder Yogaoder Stretching
  • Hockergymnastik
  • Wassergymnastik oder Aquafitness
  • Terraintraining und Terraintraining am Meer
  • Gehparcours
 
Physiotherapie/balneophysikalische Maßnahmen
  • Krankengymnastik oder Manuelle Therapie (bei Funktionsstörungen der Gelenke)
  • Wassergymnastik
  • klassische Massagen oder Bindegewebsmassagen oder Fußreflexzonenmassage oder Akupunkturmassagen nach Penzel oder Lymphdrainage bei gelenknahen Schwellungen (statt Massagen)
  • Thermotherapie: Infrarot-Therapie oder Peloide (Schlick warm oder kalt), heiße Rolle, Warmbäder bis 39°C
  • Elektrotherapie
  • Sandgreifen
  • Medizinische Trainingstherapie
  • Rückenschule
 
psychologische Therapie
Chronische Schmerzen des Rückens und der Gelenke sind häufig nicht nur Ausdruck einer Fehlhaltung, muskulären Überbeanspruchung oder einer Gelenkreizung. Gelegentlich können diese Symptome auch durch eine allgemeine Überforderung, Stress, Ärger oder eine seelische Erschöpfung verursacht werden.
  • Psychologische Einzelgespräche, wenn sich während des ärztlichen Aufnahmegesprächs herausstellen sollte, dass eine psychologische Unterstützung erforderlich ist.
  • Ein Entspannungsverfahren: Progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder Autogenes Training oder Imagination oder Qi Gong
 
edukative Maßnahmen
Patienten können folgende Vorträge und Schulungen besuchen:
  • Vortrag und Kurs "aktive Rückenschule"
  • Vortrag „Bewegung und Gesundheit“
  • Vortrag „Schmerzbewältigung“
  • Vortrag „Stressmanagement“
 
weitere Maßnahmen
Neben einer sorgfältigen ärztlichen Betreuung, der physikalischen Therapie und der Bewegung gehören zu unserer umfassenden Versorgung auch
  • bei Bedarf Ergotherapie: Einüben von gelenkschonenden Übungen, funktionelle Übungen, Hilfsmittelversorgung
  • bei Bedarf medikamentöse Therapie
  • Ernährungsberatung zur Gewichtsreduktion
  • Sozialberatung
  • Akupunktur, Stoßwellentherapie, Kinesiotaping (jeweils als Wahlleistungen)
  • Sauna
  • ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm

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